Gesunde Ernährung

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Letzte Aktualisierung: 30.10.2017


Zu Beginn dieser neuen Rubrik möchte ich mit einem persönlichen Erfahrungsbericht darstellen, welche Auswirkungen die Ernährungsumstellung hin zu einer obst- und gemüsehaltigen Ernährung hatte.

 

Kurz zu meinem Verlauf: Im Laufe der letzten 4 Jahre habe ich ca. 40 kg abgenommen (von ca. 110 kg auf 70 kg) und dabei meine Ernährung vollständig umgestellt. Durch das Weglassen von zuckerhaltigen Getränken, Fertigprodukten, zuckerhaltigen Lebensmitteln wie beispielsweise Ketchup, Kreppel, Fertig-Kuchen, Eis, etc. habe ich meinem Körper die Chance gegeben, zu regenerieren und in allen Bereichen wieder ausgewogen und damit letztendlich "gesund" zu werden. Seit einem knappem ¾ Jahr lebe ich vegetarisch und bin auf dem Weg zur veganen Lebensweise. Rohkost weiß ich mittlerweile sehr zu schätzen. Ich koche selbst (wenn auch nur rudimentär veranlagt) und habe keine Fertigprodukte mehr im Haus.


Durch diese Umstellung bin ich heute viel aktiver, habe (ohne Fitness-Studio oder ähnlichem) eine viel bessere Kondition, fühle mich deutlicher fitter, sportlicher und bin beweglicher / agiler.

 

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich empfehlen, auf eine ganzheitliche und ausgewogene ("gesunde") Ernährung umzustellen. Doch wie klappt das?

 

Basenüberschüssige Ernährung


Zu basenüberschüssiger Ernährung gibt vielzählige Artikel, ich persönlich finde die Seite "Zentrum Gesundheit" sehr hilfreich. Neben einer Erläuterung, was eine basenüberschüssige Ernährung bedeutet, enthält diese eine Übersicht von Nahrungsmitteln und deren Einstufung in basische bzw. saure Lebensmittel. Langfristiges Ziel ist es, möglichst nur basische oder neutrale Lebensmittel zu sich zu nehmen. Doch wie kann man das umsetzen?

 

Die Webseite www.basisch.de entstand aufgrund persönlicher Erfahrungen des Erstellers (siehe hier) und bietet sehr viele Informationen und Übersichten mit Nahrungsmitteln.

 

Empfehlung: Langsame und stufenweise Umstellung

 

Es ist aus meiner Erfahrung heraus wichtig, die Abhängigkeiten und Süchte des Körpers (z.B. nach zuckerhaltiger Nahrung) nicht zu unterschätzen. Vielleicht mag es sinnvoll sein, zuerst weniger zuckerhaltige Getränke pro Tag / pro Woche zu sich zu nehmen, bevor man ganz aufhört. Der positive Effekt ist die langsame Entwöhnung des Körpers und damit von einem selbst. Wenn man langsam vorgeht und auf seinen Körper achtet, wird man irgendwann kein Bedürfnis nach zuckerhaltigen Getränken haben, dann kann der nächste Schritt unternommen werden.

Folgende Umstellungen kann ich empfehlen:

  • Kompletter Verzicht auf Margarine, Butter ist besser
  • von zuckerhaltigen oder koffeinhaltigen Getränken zu stillem Wasser und Tee
  • weg von Fertigprodukten und synthetischen Nahrungsmitteln zu frisch gekochtem Essen
  • Integration von saisonalem Obst und Gemüse, idealerweise Bio-Anbau (Demeter zeichnet prinzipiell die beste Qualität bzgl. geringsten Gehalt an Pestiziden und sonstigen Schadstoffen aus)
  • Reduktion von normalem Produkten hin zu Vollkornprodukten
    (Brot, Reis, Nudeln, etc.)
  • Reduktion von Brot und Brötchen zu frischem Obst und Gemüse (z.B. anstatt 5 Brotscheiben zum Abendessen lieber 3 Brotscheiben und noch einen Apfel oder eine Karotte)
  • Reduktion von Fleisch bis hin zu völligem Verzicht auf Fleischprodukte
  • Kompletter Verzicht auf tierische Produkte (vegane Ernährung)

Eine Reihenfolge stellt das nicht dar, dieses sollte jeder für sich selbst finden. Wie bereits gesagt, es ist einfacher, erstmal den Konsum von einem bestimmten Lebensmittel zu reduzieren, bevor man ganz aufhören sollte.

Mit der stufenbasierten Vorgehensweise erweitert man den eigenen Blickwinkel, den vielfach muss man sich an den regelmäßigen Kauf gesünderer Produkte gewöhnen, vielleicht steht auch der Wechsel des Lebensmittelmarktes oder Lieblingsrestaurants an. Das braucht seine Zeit und Durchhaltevermögen.

 

Daher ganz wichtig: Nicht übertreiben, stufenweise reduzieren und nicht alle Lebensmittel auf einmal!

Entgiftung des Körpers

Die zuvor genannten Umstellungen haben zur Folge, dass der Körper durch das Essen mehr Energie zur Verfügung hat und immer weniger schädliche Stoffe zu sich nehmen muss. Doch die im Körper eingelagerten Schadstoffe (z.B. als Fettpolster) müssen aus dem Körper ausgeleitet werden, damit der Körper (wieder) eine eigene Balance aufbauen kann.

 

Durch verschiedene Eintragspfade wird unser Körper tagtäglich mit schädlichen Stoffen belastet, beispielhaft nenne ich hier Fluoride (Zahnpasta), Aluminium (Deodorants), diverse Schadstoffe über die Haut (Duschgel, Shampoos) und natürlich stark verarbeitete Lebensmittel und Fertiggerichte.

 

Hierdurch können starke Mangelerscheinungen (z.B. Magnesium, Kalzium, Vitamin B und D) auftreten. Auf naturbelassene Nahrungsergänzungsmittel kann man im Notfall zurückgreifen (natürlich keine synthetisierten Nahrungsergänzungsmittel), alternativ eignen sich Mikroalgen wie Spirulina und Chlorella. Letztere besitzt einen höheren Chlorophyll-Anteil und das „richtige“ Vitamin B (keine Analoga).

Die mittels Spirulina und Chlorella angefangene Entgiftung kann unterstützt werden, wenn folgende Umstellungen erfolgen:

  • Verwendung von fluoridfreier Zahnpasta
  • Verwendung von aluminiumfreien Deodorants
  • Verwendung von Duschgelen und Shampoos mit möglichst geringer Belastung oder Verwendung eigener Rezepte (wenn man möchte).
  • Verwendung von Basentees (bitte lassen Sie sich beraten!)
  • Basenfasten (bitte lassen Sie sich beraten und von einem Experten während der Fastenzeit begleiten!)

Auf www.bewusst-vegan-froh.de finden sich unzählige Artikel zu den Themen alternative Produkte.  Um die Regeneration und Entgiftungsfähigkeit der Haut zu unterstützen, können basische Badesalze verwendet werden. Soja-Produkte haben mir nicht geholfen, aber das ist natürlich sehr individuell. 

Bewusstes Essen

Ein weiterer wichtiger Faktor ist aus meiner Sicht das bewusste Essen. Wenn man etwas zu sich nimmt, dann sollte das Essen zur Hauptaktivität werden. Meist ist das Essen die Nebensache (z.B. wenn man sich beim Mittagessen unterhält). Je bewusster man isst, desto weniger Nahrung muss aufgenommen werden.

Genügend Trinken

Um die Giftstoffe aus dem Körper schleusen zu können, ist es hilfreich, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Welche Menge ausreichend ist, kann ich nicht sagen. Ich versuche am Vormittag immer einen Liter stilles Wasser zu trinken, dann habe ich eine gute Grundlage für den weiteren Tag.

Im Zweifelsfall Obst und Gemüse

 

Im Zweifelsfall kann man auf Obst und Gemüse essen, damit wird der Körper immer unterstützt.

Frag Deinen Körper, ob Du hungrig bist

 

Interessant finde ich, dass ich früher Durst falsch interpretiert hatte und glaubte, hungrig zu sein. Heute horche ich in meinen Körper und frage mich selbst, ob ich hungrig oder durstig bin. Interessanterweise ist es meistens Durst!

 

Bio-Lebensmittel verwenden

 

Bio-Lebensmittel enthalten deutlich weniger Pestizide und andere Schadstoffe als Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft. Daher kann ich empfehlen, Bio-Lebensmittel einzukaufen. Aus meiner bisherigen Erfahrung heraus besitzen "Demeter"-Produkte den geringsten Anteil von Schadstoffen.

Ein besonders toller Artikel ist hier zu finden, er zeigt die Unterschiede zwischen "Bio" und "Nicht-Bio" meines Ermessens nach sehr, sehr deutlich.

 

Ganzheitliche Sicht auf Krankheiten

 

Ganz eng mit dem Thema Gesundheit / gesunde Ernährung verknüpft ist die ganzheitliche Betrachtung von Krankheiten, insbesondere im Magen-Darm-Trakt. Dazu gibt es ein tolles Video und Dr. Rüdiger Dahlke. Hier gibt es eine tolle Übersicht, welche emotionalen Bedeutungen Krankheiten zugeordnet werden.

 

Einfluss von Emotionen / Gefühlen (ergänzt am 03.10.2017)

 

In letzter Zeit habe ich eine faszinierende Entdeckung gemacht. Des Öfteren fühlte ich bei für mich gut verträglichen Speisen / Nahrungsmitteln ungewöhnliche Unverträglichkeiten, meist lagen mir diese "schwer im Magen". Durch eine faszinierende Synchronizität bemerkte ich, dass der Grad der Verträglichkeit auch von den im Essen enthaltenen Emotionen abhängig ist. Dies bedeutet, dass ich eine Speise dann besonders gut vertrage, wenn diese aus / mit Liebe zubereitet wurde. Bei Nahrungsmitteln, die mit Stress, Wut, Trauer oder Angst zubereitet wurden, ist die Verträglichkeit deutlich schlechter. Dies gilt sowohl für mich selbst, wenn ich selbst zubereitete Nahrungsmitel zu mir nehme, als auch beispielsweise für das Essen in Restaurants.

 

Anteil der Lichtnahrung (ergänzt am 03.10.2017)

 

Meiner Erfahrung nach ist der Anteil an Licht bzw. Energie in Nahrungsmitteln ebenfalls sehr wichtig. Das eigentliche Ziel ist es, mit dem Nahrungsmittel Licht / Energie zu uns zu nehmen, um den Körper zu stärken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass stark verarbeitete Nahrungsmittel (entweder Fertigprodukte oder gekochte / gebratene / gebackene Speisen) je nach Verarbeitungsgrad wenig bis keine Energie enthalten, dies gilt in der Regel auch für konventionell angebaute Nahrungsmittel. Bio-Produkte können mehr Licht / Energie enthalten, "Demeter"-Produkte hatten bisher den höchsten Anteil an Licht und Energie.

 

Daher versuche ich nun, viel Obst und Gemüse in roher Form zu essen.

 

Quellen:

Die Quellen bilden keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es ist jeder selbst aufgerufen, im Internet zu suchen.

 

Autor: Kurt-Christian Adenau


Ein sehr interessantes Video zur ganzheitlichen Sicht auf Krankheiten (hier: Magen-Darm von Rüdiger Dahlke):