Das Armageddon ist vorbei – Ein neues Zeitalter hat bereits begonnen

“Die Spatzen pfeifen es von den Dächern“ – So oder so ähnlich könnte ich mit diesem Beitrag beginnen. Vielleicht sogar den Satz einfach mit der Überschrift so stehen lassen. Aber das wäre nicht in meinem oder im Sinne des Blogs…

Was möchte ich mit der Überschrift aussagen?

Im Jahr 2012 endete ein Zyklus des Maja-Kalenders, damals wurde vielfach das Ende der Welt prophezeit bzw. darüber spekuliert. Eigentlich wird diese Spekulation „gefühlt“ seit dem Jahr 2000 geführt (wobei ich das nur abschätzen kann)…alternativ auch ein atomarer Krieg. Doch nichts davon ist bis heute eingetreten. Klar, es gibt noch Diktaturen und Kriege auf dem Planeten, die Erde wird immer noch ausgebeutet und viele Menschen leiden (weltweit): sei es Hunger, Armut oder aufgrund totalitärer Systeme. Aber der prophezeite Weltuntergang blieb bzw. bleibt aus.

Ist das nicht toll?

Bei allem, was auf der Welt täglich passiert, gibt es doch einen sehr, sehr großen und aus meiner Sicht sehr stark überwiegenden Anteil an Ländern mit friedlichen Beziehungen zueinander. Das finde ich sehr positiv. Auch zeigen sich erste Erfolge im Bereich des Klimaschutzes, beispielsweise mit der Erhöhung der Anteile der regenerativen Energien oder mit dem Beginn des Ausstieges aus dem Atom- und Carbonzeitalter (also die Gewinnung von Energie durch Öl und Kernkraft). Auch hier ist mehr möglich, es gibt immer noch genug Potenzial zur Optimierung, aber aus meiner Sicht bewegt sich was.

Das ist doch toll, oder? Die Bemühungen zeigen -trotz allen Schwierigkeiten- erste Erfolge, der Wendepunkt zur Vermeidung einer „Katastrophe“ (im umwelttechnischen Sinne) ist in greifbare Nähe gerückt!

 

Soweit so gut...


Wenn ich mir in den letzten Monaten die Berichte in den Medien ansehe, beobachte ich vielfach, dass über diese Themen im „Katastrophenstil“ berichtet wird. Damit meine ich, dass Erfolge schlecht geredet werden (klar gibt es immer Verbesserungspotenzial bzw. Lösungsansätze sind vielleicht suboptimal), in vielen Ereignissen der Weltuntergang gesehen wird oder alternativ für uns „katastrophal“ sind (i.S. von: wir verlieren Geld, Macht oder Einfluss, werden bedroht, andere überholen uns, etc.). Aus vielen Themen wird Angst erzeugt. Dieses Verhalten irritiert mich. Warum handeln wir nicht miteinander sondern immer noch gegeneinander?Viele Bereiche (insbesondere die Forschungszweige) zeigen, dass ein Miteinander mehr Erfolge bringt...

 

Aufgrund dieser Beobachtung stellte ich mir die folgenden Fragen: Warum nehme ich in den Medien diese Weltuntergangsstimmung wahr? Warum wird täglich versucht, dies der Menschheit „einzureden“? Täglich werden Ereignisse dazu benutzt, den Menschen Angst zu machen, warum? Und warum sehen sich viele Menschen noch in der Opferrolle (gerade im Hinblick auf die Flüchtlingsdebatte sehr interessant zu sehen: Der Flüchtling muss dies und das, er hat sich anzupassen, Schuld ist der Flüchtling...usw.)?
Warum wird in den Medien wenig über Toleranz und Mitgefühl gesprochen? Warum nehmen wir z.B. die zu uns flüchtenden Menschen nicht so an, wie sie sind (Stichwörter: Toleranz und Mitgefühl)? Warum fragen nur wenige, was wir von den Menschen lernen können, die zu uns kommen? Warum wird angenommen, dass unsere Kultur "perfekt" sei?

Das Ziel meines kurzen Beitrags ist es daher, anzuregen, die eigene Haltung zu reflektieren und darüber nachzudenken, wie man selbst zu diesem Themenkomplex steht.

Aus meiner Sicht hat die Menschheit aufgrund der Taten und Ereignisse nach dem zweiten Weltkrieg eine Zeitenwende eingeläutet und beschlossen, sich nicht selbst zu vernichten. Der Maja-Kalender kündigte diese Zeitenwende bereits seit sehr langer Zeit an, das Jahr 2012 war sozusagen der zeitliche Marker des Wendepunktes. Die Überschreitung des Markers führte dazu, dass die Menschheit nun Schritt für Schritt erwachen wird. Die ersten Auswirkungen sind spätestens seit der Whistleblower-Affäre im Jahr 2013 (oder auch NSA-Affäre genannt) für die gesamte Welt sichtbar.

 

(Anmerkung des Autors: Interessantes Detail bei der Recherche des Zeitpunktes: Ich dachte, dass der Zeitpunkt bereits früher gewesen wäre, passt zeitlich aber sehr, sehr gut ins Gesamtbild.)

 

Es folgten u.a. als zwei weitere bekannte und prägende Beispiele die Offenlegung der „Panama-Dokumente“ und das „Diesel-Gate“. Beide Ereignisse (oder auch Ereignissketten) werden nachhaltig und permanent die Welt verändern, aus meiner Sicht zeigen sich mit diesen Ereignissen die "ersten" Auswirkungen des neuen Zeitalters.

 

Diese Ereignisse künden aus meiner Sicht auch einen Wandel der Gesellschaft an: Die Menschheit ist immer weniger bereit, das Leid und die Ausnutzung (von Mensch und Natur) hinzunehmen, die Menschen wollen Selbstbestimmung und fordern die Politik auf, menschliche Lösungen einzuführen und für die Menschen da zu sein.

 

Eine andere Zusammenfassung könnte wie folgt lauten: Es ist nicht das Ende der Welt, sondern ein Neuanfang der Menschheit. Und dieser Neuanfang wird viele Änderungen hervorbringen, die das bisher gültige „Weltbild“ permanent verschieben werden.

Welche persönliche Konsequenz ziehe ich aus dieser Beobachtung?

 

Ich nehme die Berichte über den täglich bevorstehenden Weltuntergang schon länger nicht mehr Ernst und habe angefangen, selbstbestimmt zu leben (und mich nicht mehr beeinflussen zu lassen). Das beinhaltet insbesondere, mein Leben eigenverantwortlich zu gestalten, so wie ich es möchte. Ich verfolge die Nachrichten nur noch im Sinne des „informiert sein“, alle anderen Aspekte blende ich aus. Folglich bin ich aus dem "Hype des täglichen Weltuntergangs" ausgestiegen, auch da mir bewusst ist, dass sich noch viele Veränderungen in den nächsten Jahrzehnten ergeben werden. Ich sehe diese Ereignisse als Chance zur Neuausrichtung der Menschheit und nicht als Weltuntergang oder Krise.  

 

Dazu kann ich jeden herzlich einladen. 

Autor: Kurt-Christian Adenau